So witzig, so innig, so gescheit

Pressestimme zum Programm 'Helden Des Alltags'

Münchner Merkur vom 06.09.2006
Aus der Sicht der Dinge. Sollte er Strichcodes zeichnen oder für den Seniorenbund die Jugendarbeit machen? Nein, Klaus Eckel hat sich entschieden, dann doch lieber Kabarettist zu werden - auch so´n Angebot der Agentur für Arbeit. Der charmantfreche Überlebenskünstler, der Posititvdenker in einer Welt, in der nur nackter Wettbewerb herrscht- das ist lange das Thema des jungen Wieners in seinem Programm "Helden des Alltags". Er wechselt die Perspektive, er zeigt die Sicht der Dinge - und das ist hier einmal ganz wörtlich zu nehmen. Der Wecker, der immer eine auf den Kopf bekommt, obwohl er doch nur seinen Job macht, das vom Autofahrer notorisch unbedachte Verkehrsschild, der Kegel im Angesicht der anrollenden Kugel - in Eckel haben sie einen tüchtigen Anwalt, einen glühenden Verehrer, der sie bedichtet und besingt. Gute Kleinkunst ist eben doch kein vom Amt vermittelter Job, sondern Berufung.